Kenntnisse, Hobbies und Zusatzqualifikationen im Lebenslauf

Viele Personalverantwortliche nehmen vor dem Anschreiben zunächst den Lebenslauf zur Hand. Denn dieser gibt Auskunft über Berufserfahrung sowie Ausbildung und trägt mit der Angabe von besonderen Kenntnissen, Hobbies sowie Zusatzqualifikationen dazu bei, dass sich Personaler einen Überblick verschaffen können, ob der Bewerber zu der ausgeschriebenen Stelle passt.

Bei der Gestaltung eines Lebenslaufs ist es entscheidend, die Daten sinnvoll zu strukturieren und sie richtig zu ordnen. Neben Ausbildung und der Beschreibung der bisherigen Tätigkeiten und Erfolge bereitet vor allem der dritte Bereich, in dem Angaben zu Kenntnissen, Hobbies sowie Zusatzqualifikationen gemacht werden, vielen Bewerbern Schwierigkeiten.


Was gehört dazu?

In diese Rubrik fallen Fremdsprachenkenntnisse, IT-Kenntnisse, absolvierte Weiterbildungen, Hobbies und zusätzliche Qualifikationen, die zwar relevant für Ihren Lebenslauf sind, aber sich nicht den anderen Bereichen zuordnen lassen. Sollte dieser Bereich sehr umfangreich sein, ist es möglich, ihn noch weiter zu untergliedern. Wichtig ist, dass Sie alle Kenntnisse belegen können. Machen Sie zudem den Grad der Beherrschung deutlich, aber vermeiden Sie Übertreibungen, denn dies könnte im Vorstellungsgespräch zu peinlichen Situationen führen. Bei Sprachkenntnissen empfiehlt sich beispielsweise eine Abstufung nach folgender Skala: Muttersprache, verhandlungssicher, fließend, gute Kenntnisse, Basiskenntnisse. Nennen Sie hier auch das Institut, an dem Sie die entsprechenden Zertifikate erworben haben. Bei den Weiterbildungen und Kursen wählen Sie nur die aus, die im Zusammenhang mit der angestrebten Position stehen. Achten Sie des Weiteren auf Aktualität.

 

Bezug zur ausgeschriebenen Stelle beachten

Wird in der Bewerbung ausdrücklich ein Führerschein gefordert, geben Sie diesen in der Rubrik Kenntnissen, Hobbies sowie Zusatzqualifikationen im Lebenslauf ebenfalls an. Obwohl die Personalverantwortlichen Sie sicherlich auch kennenlernen möchten, sollten Sie im Lebenslauf nicht alle Ihre Freizeitbeschäftigungen nennen. Achten Sie auch hier wieder auf einen Bezug Ihrer Hobbies zur Stellenausschreibung und verzichten Sie auf Banalitäten wie „Fahrrad fahren“. Mit steigender Qualifikation schrumpfen auch die Angaben zu den Hobbiess, denn in diesem Fall stehen Weiterbildungen und Ehrenämter im Vordergrund.

Bei der Nennung Ihrer persönlichen Interessen sollten Sie insgesamt einen guten Mittelweg finden. Zählen Sie zu viel auf, stellt sich der Personaler eventuell die Frage, ob Sie zeitlich nicht zu sehr beansprucht werden. Andererseits ist es Ihnen mit Kenntnissen, Hobbies sowie Zusatzqualifikationen im Lebenslauf möglich, zu zeigen, dass Sie über Soft Skills verfügen und sich engagieren. Zudem schaffen Sie Anknüpfungspunkte für ein späteres Vorstellungsgespräch.